Von einfachem Wein zu edlem Champagner
Letztes Wochenende war es mal wieder soweit. Nach 55 Runden war das Werk vollbracht und Sebastian Vettel stand mal wieder auf dem Siegertreppchen; in der Hand eine Magnumflasche Champagner . Mit einem Knall löste ich der Korken und das perlige Nass ergoss sich über die umstehenden. Anlässe zum Feiern gibt es viele. Es muss ja nicht immer gleich ein Formel 1 Sieg sein, der in einem den Wunsch aufkommen lässt, sich was richtig gutes zu gönnen. Bei der Frage, mit welchem Getränk man auf einen Sieg oder freudigen Anlass anstößt, fällt die Wahl häufig auf Champagner. Man gönnt sich ja sonst nichts. Doch woher kommt eigentlich dieses besondere Gesöff und was macht es so wertvoll?
Die Gärung macht`s
Bekanntlich führen alle Wege nach Rom. Im Falle des Champagners ging die Reise in die umgekehrte Richtung. Entlang des weitverzweigten römischen Verkehrsnetzes wurden Weinreben in die französische Region Champagne gebracht. Bis zum ersten Schaumwein sollten allerdings noch einige Jahre vergehen. Vorerst begnügten sich die heimischen Winzer mit der Abfüllung von Wein. Da die Lagerung des Weins in Holzfässern problematisch war, experimentierten die Winzer mit der Abfüllung von Wein in Flaschen und entdeckten dabei, dass der Wein in den Flaschen weiter gor und aus stillem Wein sprudelnder Schaumwein wurde. Der Champagner ward geboren.
Aufgrund der Gärung in der Flache mussten allerdings die Glasflaschen verstärkt werden um dem Druck der Kohlensäure standzuhalten. Somit entwickelten die Winzer der Champagne im Lauf der Jahrhunderte eine ganz spezielle Expertise in der Herstellung des Champagners.
Der hohe Preis des Champagners erklärt sich zum einen dadurch, dass sich Schaumweine nur Champagner nennen dürfen, wenn sie in der Region Champagne hergestellt wurden. Da die Weinanbaufläche der Champagne begrenzt ist, ist selbstverständlich auch die maximale Anzahl an Champagnerflaschen begrenzt. Da mit steigendem Wohlstand der Durst nach Champagner zunimmt spielen nicht zuletzt die Kräfte von Angebot und Nachfrage eine entscheidende Rolle bei der Preisbildung.